


Mittwoch, 8. Mai 2013, 19.30 Uhr, Händel-Haus, Renaissance-Raum
Coronatio solemnissima – Festmusiken zu Frankfurter Kaiserkrönungen des 17. und 18. Jahrhunderts
Zum Themenjahr „Macht und Musik“
Aus der Reihe: Musik hinterfragt
Vortrag von Arno Paduch, Hochschuldozent für Zink und Musikwissenschaftler, Leipzig
Prachtentfaltung war in der Barockzeit kein dekoratives Beiwerk, sondern eine zeremonielle Notwendigkeit, diente sie doch dazu, Rang und Stand eines Fürsten demonstrativ darzustellen. Für den künftigen Kaiser und die Kurfürsten war es daher selbstverständlich zu den Wahl- und Krönungstagen mit ihren Hofkapellen oder wenigstens mit einer repräsentativen Zahl von Trompetern und Paukern zu erscheinen. Diese Musiker wirkten auch regelmäßig bei der Ausgestaltung der Krönungsmessen mit, so dass bei manchen Krönungen bis zu einhundertfünfzig Sänger und Musiker musizierten.
Quelle: Stiftung Händel-Haus
Arno Paduch, Gründer und Leiter des Johann Rosenmüller Ensembles, der nach langjährigen Forschungsarbeiten in europäischen Archiven und Bibliotheken im Jahr 2006, anlässlich des Jubiläums der Goldenen Bulle Kaiser Karl IV. von 1356 eine Rekonstruktion einer Kaiserkrönung des 17. Jahrhunderts im Kaiserdom zu Frankfurt am Main realisierte, führt die Zuhörer anhand von Bildern und Klangbeispielen durch eine Kaiserkrönung und lüftet einige Geheimnisse, die das normale Volk des 17. und 18. Jahrhunderts niemals hätten erfahren dürfen.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei.