


Mittwoch, 19. Juni 2013, 19.30 Uhr, Händel-Haus, Renaissanceraum
„Das missverstandene Orgelideal Albert Schweitzers – eine überraschende Wende nach seinem Orgelkonzert in der Marktkirche in Halle (1928)"
Zum Anlass „100 Jahre Lambarene“
Aus der Reihe: Musik hinterfragt
Ein Vortrag von Rainer Noll, Organist, Kantor und Albert-Schweitzer-Forscher, Wiesbaden-Nordenstadt
Am kommenden Mittwoch, den 19. Juni 2013, um 19.30 Uhr findet im Renaissanceraum des Händel-Hauses der nächste Vortrag der Reihe Musik hinterfragt statt. Der Albert-Schweitzer-Forscher Rainer Noll spricht in seinem Vortrag u. a. über ein Ereignis aus dem Jahr 1928: Thomasorganist Günther Ramin aus Leipzig und sein schweizer Schüler Walter Tappolet besuchten 1928 ein Orgelkonzert Albert Schweitzers in Halle. Dabei erlebten sie eine Überraschung in der Konfrontation mit dem völlig missverstandenen Orgelideal Schweitzers.
Der Organist und Kantor Rainer Noll, beschäftigt sich seit seinem zehnten Lebensjahr mit Schweitzer und hat sich mit allen Facetten der Tätigkeit des Urwaldarztes, Humanisten, Organisten und Musikwissenschaftlers auseinandersetzt. Er ordnete und katalogisierte dessen musikalischen Nachlass in seinem Haus in Günsbach im Elsass. Daneben realisierte er Konzerte, Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen, Vorträge und Veröffentlichungen (u. a. über Ethik und Musikauffassung Albert Schweitzers in Europa, den USA und Japan). Seine Orgelinterpretationen bezeugen den fast vergessenen Geist des Orgelspiels Albert Schweitzers. Von diesem inspiriert, entwarf Rainer Noll 1972/73 die neue Orgel in der Evangelischen Kirche in Wiesbaden-Bierstadt.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei.
Quelle: Stiftung Händel-Haus